Willkommen bei der Tanzschule Das Team
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Der Langsame Walzer:

Ein deutscher Tanz in englischem Glanz

 

Der Langsame Walzer ist ein Tanz des Herzens. Er kommt aus der Seele, weil er so sentimental ist. „The Waltz“, wie er englisch genannt wird, ist trotz seiner englischen Prägung sehr deutsch – und sehr romantisch. Diese Eigenschaften sind immer zu spüren, obwohl er von den nüchternen Engländern geformt wurde. Das Paar will mit dem Langsamen Walzer den Raum nicht erobern, es will im Raum der Unendlichkeit versinken.

 

Die ausführliche Geschichte des Langsamen Walzers

 

Der Langsame Walzer ist ebenfalls ein Kind der Englischen Schule. Der Wiener Walzer dagegen hatte in England nur eine verschwindend kleine Schar von Anhängern. Er wurde bis 1914 ausschließlich in der englischen High Societey getanzt. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges mussten jedoch die überwiegend österreichischen Walzer-Kapellen die Koffer packen – und die nahmen „ihren“ Wiener Walzer gewissermaßen gleich mit. Das hatte fatale Folgen für den Wiener Walzer, er verschwand damit de facto von der Bildfläche – auch aus Deutschland. Der Walzer war bis 1929 so gut wie tot. Nur in seiner Heimat Österreich glimmte er als Volkstanz weiter und überdauerte dort in dieser Form die vielen Jahrzehnte bis zu seiner Wiederbelebung.

 

In der Zwischenzeit etablierte sich sein jüngerer Verwandter, der Langsame Walzer. Der soll angeblich aus dem Tanz „Boston“ entstanden sein, der um 1912 den Wiener Walzer fast völlig verdrängt hat. Das ist jedoch nicht ganz richtig. Vielmehr könnte man sagen, dass beide Tänze den selben Ursprung haben. Als der Langsame Walzer auch in die USA nach Boston kam, hatte er bereits sehr viel von seinem älteren Bruder übernommen. Während der Boston vor dem Ersten Weltkrieg in Europa ebenfalls zum aussterben verurteilt war, erblickte der Langsame Walzer das Licht der Welt. In Kriegszeiten spielen aber Tänze naturgemäß eine eher untergeordnete Rolle. Also musste es bis 1918 dauern, bis die Menschen wieder Lust am Tanzen hatten. Bald tanzte man wieder! Man tanzte auch Walzer! Doch diesmal im langsamen Tempo, im Tempo des Bostons, mit Figuren des Bostons, aber eben keinen Boston! Und auch keinen Wiener Walzer! Es entwickelte sich ein neuer Grundschritt – und zwar mit den für den Boston typisch offenen und geschlossenen Wechseln vorwärts und rückwärts, mit Drehungen und Zögerschritten. Es dauert noch einige Jahre, bis sich diese neue Walzervariante durchsetzte. In England war gerade der Foxtrott mit seinen passings steps groß in Mode. Dieser Schritt beeinflusste auch den Langsamen Walzer stark. Vom ursprünglichen Charakter des Walzers blieb bald so gut wie nichts mehr übrig. Das war der Standard bis 1921.

 

Die Engländer reformierten und reglementierten in diesem Jahr so gut wie alles, was man tanzen konnte. Auf der „Großen Konferenz“, die aus mehreren kleineren Konferenzen bestand, stand auch der Walzer auf der Agenda. In der 3. Konferenz im Oktober 1921 sprach man sich eindeutig dafür aus, dass der Walzer ein Walzer bleiben müsse. Vorwärts, Rückwärts, in der Drehung, alles sollte wieder geschlossen getanzt werden. Ab jetzt waren die geschlossenen Wechsel, die Rechtsdrehung und die Linksdrehung als Grundfiguren endgültig etabliert. Offene Wechsel durften ab sofort nur noch in Ausnahmefällen vorwärts getanzt werden. Rückwärts sind sie noch heute als eine Standardfigur erlaubt. Um der Verwechslungsgefahr zwischen Foxtrott und Langsamen Walzer entgegen zu wirken, verbannte man die passing changes aus dem Foxtrott. Und so besann man sich wieder sehr gezielt auf das Wesen des alten Walzers. Der große Unterschied zwischen dem alten und dem neuen Walzer besteht darin, dass der moderne Walzer bei der Drehung viel mehr Fläche benötigt. Während der Drehung wird gleichzeitig auch der Raum erobert. Der neue Walzer ist demnach ein weiträumiger Tanz und zugleich auch ein (deutscher) Drehtanz. Diese Fusion des Alten mit dem Neuen ist typisch für den progressiven Englischen Stil und prägt den Charakter des Langsamen Walzers bis heute. Auch vom Boston wurde dieser neue Tanz scharf getrennt. Für den Langsamen Walzer gilt: ein Schritt auf einen Taktteil, beim 3. Schritt die Füße schließen, passing stepp nach Möglichkeit nur beim Rückwärtsschritt. Diese neue Schreittechnik dient der progressiven Bewegung.

 

Im Jahr 1926 wurde der in Deutschland noch lebende Boston ebenfalls suggsessive durch den Langsamen Walzer verdrängt. Der alte Walzer war in den 1920iger Jahren nicht mehr existent. Drehungen waren nicht mehr gefragt. Man strebte nach Vorwärts, nur nach Vorwärts. Erst zu Beginn der 1930iger Jahre hellte sich die Stimmung für den Walzer wieder auf. Ab der Großen Konferenz 1929 schaute die junge deutsche Tanzlehrergeneration ganz gezielt von den Engländern ab, die nach wie vor die Führung in der Tanzszene hielten. Ein Engländer namens Silvester brachte den Deutschen behutsam den Langsamen Walzer bei, der damals übrigens schlicht „Moderner Walzer“ genannt wurde. In den neuen Choreographien um 1930 hieß es immer: nach Bradley, nach Silvester, nach Ford, nach Stern oder nach Smith. Diese großen Namen des Englischen Stils wurden immer bekannter und prägten die weltweite Tanzszene.

 

Die zweite Große Konferenz im Jahr 1929 standardisierte den Langsamen Walzer endgültig. Der Walzer in seiner klassischen Ausprägung wurde in der Konferenz übrigens komplett ignoriert. Damals hieß der Tanz noch „the valse“, denn für einen aufrechten Engländer gab es nur diese einzige Walzerform. Erst mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs unterschied man zwischen dem schnellen und dem langsamen Walzer, zwischen dem Wiener Walzer, der aus seinem langen Dornröschen-Schlaf wieder wach geküsst wurde, und dem Langsamen Walzer.

 

Teilte man die Tänze des Englischen Stils nach dem Grad und der Weiträumigkeit der Vorwärtsbewegung ein, so käme der Tango an letzter Stelle, denn seine Bewegung wird immer wieder unterbrochen. Dagegen haben der Slow Fox, und der ihm folgende Quickstep, den stärksten Bewegungsgrad. Der Slowfox verkörpert die formvollendete Variante des Englischen Stils. Der Langsame Walzer stünde dann exakt zwischen den beiden Polen „Tango“ und „Foxtrott“. Er verbindet die raumgewinnende englische Bewegungstechnik mit der deutschen Drehtanztechnik. Er ist dadurch weicher, schmelzender, weiblicher und vom kühlen, sachlichen Foxtrott weit entfernt. Ihn kennzeichnen seine sehr weichen Bewegungen und seine rhythmischen Schwingungen von einem Höhepunkt zum Nächsten. Das erfordert ein Maximum an Koordination und ein ausgeprägtes Gefühl für die Harmonien in der Musik. Er ist seit 1929 Turniertanz und seit 1963 im Welttanzprogramm.

 

Rhythmus

Schritt 1 und 4 immer auf den 1. Takt. Meist folgt ein Schritt auf einen Taktschlag

 

Tempo

29-34 Takte pro Minute, Turniertempo: 30 Takte pro Minute

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