Willkommen bei der Tanzschule Das Team
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Der Wiener Walzer:

Ein Tanz mit aristokratischem Glanz

 

Johann Strauß Sohn, Kaiser Franz Josef und Sissi, der Glanz dieser Namen schiene nur zur Hälfte, wenn es den Wiener Walzer nicht gäbe. Er ist das musikalische Synonym für die österreichische Donaumonarchie. Der Wiener Walzer vertritt das kontinentale Europa bei den Turniertänzen und steht mit seinem Schwung, seinem aristokratischen Glanz und mit seiner alten Tradition den anderen Tänzen im weltweiten Turnier in nichts nach. Hier erfahren Sie alles über den Wiener Walzer.

 

Die ausführliche Geschichte des Wiener Walzers

 

Der Wiener Walzer hat zweifellos die längste Tradition aller Turniertänze. Seine Vorläufer gehen zurück bis in das 12. Jahrhundert. Schon im mittelalterlichen Reigen, der damals dominierenden Tanzart in Mitteleuropa, bildete die finale Drehung der Tanz-Paare den krönenden Abschluss. Diese komplette Drehung charakterisiert den Wiener Walzer.

 

Der direkte Ursprung dieses Drehtanzes führt zurück auf den Ländler, den Deutschen, den Dreher und den Schleifer. All diese Tänze waren ländliche Volkstänze im bayerischen und österreichischen Raum des 18. Jahrhunderts. Als die Stadtbewohner diese Tänze übernahmen, änderte sich deren Charakter grundlegend; sowohl in musikalischer als auch in choreografischer Hinsicht. Das Tempo wurde schneller und das volkstümliche Hüpfen der Schritte wurde durch fließend elegante Gleitschritte ersetzt. Ein neuer Tanzstil war geboren.

 

Zu einem eigenständigen Tanz entwickelte sich der Walzer jedoch erst zum Ende des 18. Jahrhunderts. Das Bürgertum erkannte diese neue Tanzpraxis als Ausdruck einer freieren Lebenshaltung gegenüber den erstarrten Konventionen aristokratischer Tänze. Der Tanzstil wurde lebhafter und passte perfekt zum steigenden Selbstbewusstsein des aufkommenden Bürgertums. Im Walzer konnten die Tänzer jede Kontenance ablegen und ihren Emotionen freien Lauf lassen.

 

Die Aristokratie pflegte bis dahin an Ihren Höfen langsame Tänze mit sehr starren, festgelegten Zeremonien, die keine Freiheiten erlaubten. Während die aristokratischen Tänze distanziert, lediglich mit einer leichten Berührung der Hände getanzt wurden, umschlangen sich die Tanzpartner im Wiener Walzer regelrecht. Die Hände des Mannes ruhten nun auf den Hüften der Frau und beide sahen sich tief in die Augen. Die Emotionen wurden nicht mehr unterdrückt. Eine subtile Erotik konnte sich entwickeln.

 

Der neue Tanz traf aber wegen dieser Freiheiten auch auf heftigste Widerstände. Er wurde als zu anrüchig diskreditiert. Es galt beispielsweise als unschicklich, dass man die Fußknöchel der Damen sah. Deshalb wurde er sogar verboten! Trotzdem eroberte der Wiener Walzer die Ballsäle im Sturm und schließlich nahm ihn auch die feine Gesellschaft begeistert auf. So setzte er sich langsam auch an den Höfen durch. Auf dem Wiener Kongress von 1814-15, als Europa nach den napoleonischen Kriegen neu geordnet wurde, feierte auch der Wiener Walzer seinen ersten großen Triumph. Hier begann sein Siegeszug um die Welt.

 

Im Wien der Donaumonarchie erhielt er die klassische Ausprägung. Der Walzerrhythmus wurde nun von der ernsten Musik aufgegriffen. Mit der Komponisten-Dynastie Strauß und mit Joseph Lanner erreichte der Wiener Walzer die klassische Periode. Vor allem Johann Strauß Sohn gelang die Formerweiterung und Veredelung des Tanzwalzers. Der Wiener Kaiserhof der k.u.k-Monarchie adelte schließlich den Wiener Walzer und erklärte ihn für gesellschaftsfähig.

 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wuchs die Beliebtheit des Walzers stetig weiter. Selbst die Modetänze unserer Zeit konnten ihn nicht verdrängen. Es gab im 19. Jahrhundert viele weitere Varianten des Walzers: den Französischen Walzer, den Polnischen Mazurkawalzer, den Ungarischen Walzer, den Mexikanischen Walzer sowie den Musettenwalzer, der eine Verbindung der Musette aus dem 17. Jahrhundert mit dem Walzer war. Zu erwähnen sind noch der Balance-Walzer und die Redowa, zwei weitere Walzer-Variationen am Ende des 19. Jahrhunderts.

 

In den 1920er-Jahren starb der Wiener Walzer urplötzlich fast aus. Modernere Tanzformen aus Lateinamerika eroberten die europäischen Tanzsäle. Und in England war der Wiener Walzer ohne hin nie richtig heimisch, dort tanzte man lieber Boston und den Langsamen Walzer, die jedoch beide nachhaltig vom Wiener Walzer beeinflusst wurden. Eine Katastrophe für den Wiener Walzer, weil ausgerechnet England in dieser Zeit zur weltweit bestimmenden Tanznation aufstieg.

 

Es ist das Verdienst von zwei Männern, dass der Wiener Walzer in späterer Zeit wieder gesellschafts- und turnierfähig wurde: Der ehemalige k.u.k.-Offizier Karl von Mirkowitsch und der Nürnberger Tanzlehrer Paul Krebs. Mirkowitsch war einer von vielen k.u.k-Offizieren, die sich nach Abschaffung der Donaumonarchie als Tanzlehrer etablierten. Er machte den Wiener Walzer zum Turniertanz. Und 1938 wurde er durch ihn sogar in das internationale Turnierprogramm aufgenommen.

 

Paul Krebs fusionierte 1951 die altösterreichische Walzertradition erfolgreich mit dem Englischen Stil. Beim Tanzfestival in Blackpool im selben Jahr feierte er damit große Erfolge und im selben Jahr wurde der Wiener Walzer auch in die Gruppe der Standardtänze aufgenommen – und seit dem gibt es sogar unter den englischen Tänzern Anhänger des Wiener Walzers. Nicht nur deshalb, weil dieser Tanz jetzt Bestandteil von Welt- und Europameisterschaften und allen anderen Turnieren ist.

 

Der Rhythmus wird in erster Linie durch die Körperdrehung interpretiert. Er ist geprägt durch starke Höhen und Tiefen. Die Musik ist schnell fließend und temperamentvoll schwingend. Er wird mit 60 Takten pro Minute getanzt. Weil der Wiener Walzer die meiste Kondition erfordert, ist er eine halbe Minute kürzer als die anderen Standardtänze.

 

Tempo:  

56-62 Takte/Minute, Turniertempo: 60 Takte/Minute

 

Rhythmus:

Schritt 1 und 4 jeweils auf den 1. Schlag im Takt. Alle Schritte sind gleichmäßig, auf jeden Taktschlag 1 Schritt, daher gleichbleibender Rhythmus.

 

Tanzhaltung:

Standard-Tanzhaltung.

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